Im allgemeinen Bewusstsein wird der Beckenboden fast ausschließlich mit Geburt und weiblicher Anatomie assoziiert. Dabei besitzt der Mann eine ebenso komplexe, dreischichtige muskuläre Bodenplatte, die Harnblase, Rektum und Prostata wie eine stützende Hängematte trägt.

Ein dysfunktionaler Beckenboden kann entweder zu schlaff sein (was zu Nachtröpfeln und Belastungsinkontinenz führt) oder chronisch hyperton verspannt sein (was den Harnstrahl abwürgt und Schmerzen im Dammbereich provoziert). Das richtige Training balanciert Anspannung und gezielte Entspannung aus.

3-Stufen-Trainingsplan: Kräftigung des männlichen Schließmuskels

Strukturierte Handlungsschritte für den Alltag:

Schritt 1

Stufe 1: Wahrnehmung & Ansteuerung

Isoliertes Einziehen des Afters und der Peniswurzel für 5 Sekunden ohne Po-Anspannung.

Schritt 2

Stufe 2: Kraftausdauer (3 Durchgänge)

10 Wiederholungen mit 8 Sekunden Haltezeit, 10 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.

Schritt 3

Stufe 3: Schnellkraft-Impulse

10 schnelle, rhythmische Kontraktionen (je 1 Sekunde) zur Schulung von Reflexreaktionen.

Schritt 4

Stufe 4: Regenerative Nährstoffgabe

Versorgung der Muskelfasern mit den aktiven Mineralstoffen und Pflanzenextrakten aus URODOC.

1. Die Ansteuerung des Musculus pubococcygeus

Die wichtigste Übung besteht darin, den Schließmuskel so zu kontrahieren, als wolle man mitten im Urinstrahl anhalten, ohne dabei Gesäß oder Bauchmuskeln anzuspannen.

2. Schnelligkeit versus Ausdauer der Muskelfasern

Ein effektives Programm trainiert sowohl die schnellen Typ-II-Fasern (für sofortiges Halten beim Husten) als auch die tonischen Typ-I-Fasern (für dauerhafte Kontinenz im Stehen).

3. Unterstützung der neuromuskulären Reizleitung

Mineralstoffe wie Magnesium und Zink in URODOC fördern das Zusammenspiel zwischen motorischen Nervenenden und Muskelfasern und beugen Krämpfen vor.

Muskelfaser-Zusammensetzung des männlichen Beckenbodens

MuskelfasertypAnteil im BeckenbodenPhysiologische FunktionOptimaler Trainingsreiz
Typ I (Slow-Twitch)Ca. 70 % der FasernDauertonus, Ruhekontinenz im StehenLange Haltezeiten (6 bis 10 Sekunden)
Typ IIa (Fast-Twitch)Ca. 20 % der FasernSchnelle Druckabfangung beim HebenDynamische Wiederholungen mit Pausen
Typ IIx (Sprint-Fasern)Ca. 10 % der FasernReflektorisches Schließen bei HustenExplosive Maximalkontraktionen (1 Sekunde)
Gesamtkoordination100 % ZusammenspielPräzise MiktionssteuerungGanzheitliches Programm mit URODOC

Trainings-Tipp: Das 'Fahrstuhl-Prinzip' für den Beckenboden

Stellen Sie sich Ihren Beckenboden wie einen Fahrstuhl vor: Ziehen Sie den Schließmuskel sanft an und fahren Sie gedanklich vom Erdgeschoss in den ersten, zweiten und dritten Stock. Halten Sie die Spannung oben für drei Sekunden und fahren Sie dann bewusst und langsam wieder nach unten. Dieses Training schult die für Männer so wichtige willkürliche Entspannung.

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